Battle Beast - Steel

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2011

Label
Nuclear Blast

Besetzung
Gesang Nitte Valo
Gitarre, Gesang Anton Kabanen
Gitarre Juuso Soinio
Keyboard Janne Björkroth
Bass, Gesang Eero Sipilä
Schlagzeug Pyry Vikki

Tracklist
1 Enter The Metal World
2 Armageddon Clan
3 The Band Of The Hawk
4 Justice And Metal
5 Steel
6 Die-Hard Warrior
7 Cyberspace
8 Show Me How To Die
9 Savage And Saint
10Iron Hand
11 Victory
12 Stay Black

Datum: 22.12.2011 - Autor
VÖ 27.12.

Frohe Weihnacht euch allen. Was ist, wenn ihr auch einen Gutschein für einen dieser riesigen Elektronik Märkte unter dem Bäumchen findet? Dann los, nichts wie hin, geil ist schließlich geil. Dazu passt taufrisch das Debutalbum der Finnen / innen Battle Beast, das zwischen den Feiertagen von Nuclear Blast in die Regale gestellt wird. Achtziger Jahre Metal, Gut gegen Böse, A.R. Pell vs. Manowar. Oder auch, die Umschreibung trifft es besser, wer die legendären ersten Werke der deutschen Combo Zed Yago noch in der Sammlung hat und diese nach wie vor als heiliges Relikt verehren, dem sei „Steel“ hiermit ans Herz gelegt. Der Vergleich kommt nicht ganz von ungefähr, lässt sich doch die Stimme von Nitte Valo tendenziell in die Ecke Jutta Weinhold zuordnen. Nimmt man eine Prise Accept dazu, wie beim Track „Steel“, dann haben wir schon fast alle Klischees verarbeitet. Oder vielleicht doch noch ein Saxon Gedächtnisriff, wie zu Beginn von „Armageddon clan“?

Sängerin Nitte ist es zu verdanken, dass ich bei einer zu Beginn als Allerweltsballade gestempeltem Song „Savage and saint“ nicht nach einer Minute auf die Stopp Taste drücke, sondern dabei bleibe. Das wird belohnt, denn ab der Mitte weist das Lied einen enorm hohen und feinen Zed Yago Faktor auf, das einem die Gänsehaut gefriert. Und auch bei einem weiterem Tipp, nämlich „Iron hand“, zeigt die Frau, welches Potential in ihrem Gesangsorgan steckt. Klammheimlich macht sie kurz mal auf Tarja, was nicht unbemerkt bleibt und nach mehr schreien lässt. Die Stimme hat was, ich bin mir sicher, wenn man die Frau von der Leine lässt, dann kracht die Band gewaltig los. Immerhin haben sie 2010 den Metal Battle Wettbewerb des Wacken Open Air´s für sich entscheiden können. Das sagt zwar nicht alles über die Qualität einer Band aus, nötigte Nuclear Blast allerdings dazu, sich der Sache anzunehmen.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass hier mit Sinn und Verstand gearbeitet wurde, die Songs haben meist Hand und Fuß. Definitiv mehr Licht als Schatten, so lässt sich „Steel“ in Worte fassen. Gelungenes Debut, auch wenn so einige Nummern die ganz große Klasse vermissen lassen wollen. Vor allem „The hand oft he hawk“ sei hier genannt, eine Symbiose zwischen Zed Yago und den finnischen Landleuten von Turisas. Diese Kombination gelingt allerdings bei dem oben erwähnten „Iron hand“ besser. Auch die ausgekoppelte Single „Show me how to die“ ist in meinen Augen ein wenig unglücklich gewählt, der Opener „Enter the metal world“ macht da mehr Sinn. Leider gibt es, bei zwölf Titeln mag das nicht so auffällig sein, ein paar richtig magere Songs. „Die-hard warrior“, „Cyberspace“ oder „Justice and metal“ tragen kaum dazu bei, den Stellenwert von Battle Beast in schwindelerregende Höhen zu treiben.

Eines kann aber definitiv als Schlusspunkt für dieses Jahr mal so festgehalten werden, auch hier wird sich gehörig aus der Klamottenkiste des Heavy Metals bedient. Das allerdings mit einem unterm Strich passablem, wenn auch ausbaufähigem Resultat.

Autor Fränky



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