Emerge - Poception One

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2012

Label
Artist Station Records / SoulFood

Besetzung
Gesang: Thomas Darscheid
Gitarre: Björn Krupatz
Gitarre: Uwe Lickert
Bass: Jens Heuserer
Schlagzeug: Moritz Goldbach

Tracklist
1.Falling Down
2.Bad Day
3.Why Don't You
4.Have You Ever
5.Mirror's Past
6.Don't Tell Me
7.Save Back Home
8.Broken World
9.Thursday II
10.Physical Addiction

Datum: 27.01.2012 - Autor Alain
VÖ 27.01.2012



Vorsichtig lege ich die CD ein. War ich doch Letztens erst auf einem kleinen Festival bei dem diese Band mit den studierten Gitarristen aufgetreten ist. Was soll ich sagen, den Namen der Band hab ich glücklicherweise vergessen. Es war so fürchterlich, grausam und für nicht Musiker kazn zu ertragen. Die Jungs haben um die Wette gefiedelt und geknödelt, dass man ihnen ihre Instrumente doch lieber wegnehmen wollte.

Tja und nun lese ich wieder was von studiert… unheiliger Bimbam!

Also zunächst könnt ihr beruhigt weiterlesen, der Freiburger Fünfer schafft es ordentliche Songs zu schreiben und nicht im Musikstudium zu ertrinken.

Schon aus den 80´ern wissen wir alle, dass der Begriff Hard Rock sehr fließend ist und zwar zum einen in den Metal, zum anderen in den Rock Bereich. Wenn heute solche Bands wie Nickelbackzum Hard Rock gezählt werden fallen, Emerge auch in diesen Bereich.

Ich hätte es eher als modernen Rock mit leichten Einflüssen aus dem Alternativ Bereich gesehen, aber wie gesagt die Grenze verläuft fließend und dann muss man halt andere Maßstäbe ansetzen.

Die 10 Stücke des Albums gehen gut ins Ohr, lassen sich leicht verarbeiten, sind danach aber leider auch genauso schnell wieder weg. Schade eigentlich, denn vom Prinzip passt alles zusammen. Die Stimme von Frontmann Magnus ist angenehm, nicht zu quäckig, aber auch nicht in Selbstmitleid zerfließend. Die Songs kommen auf den Punkt, sind durchdacht, lassen aber irgendwie die kleinen Überraschungsmomente vermissen. Dadurch fehlt den meisten der Songs das gewisse Etwas, was sie zum Hit werden lässt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Emerge in den kleinen und mittleren Freiburger Szene Läden für Aufmerksamkeit sorgen. Es ist irgendwie genau die Musik, der man gerne bei einem Glas Bier oder Wein (von mir aus auch Cola oder Wasser) an einem seichten Frühlings- oder Sommerabend lauscht. Für das Talent, das die Fünf haben (zumindest wenn man so ein wenig in die Lebensläufe schnüffelt) ist da noch viel Platz nach oben … wenigstens wenn man auf anspruchsvolle Rockmusik setzt. Aber Erfolg kann man nicht vorhersehen und es sind ja nicht wenige Leute, die genau auf diese „Unterhaltende Rockmusik“ stehen. Wenn Emerge das erreichen wollten, haben sie es geschafft. Wobei der Sprung zu den Aushängeschildern dieses Genres noch sehr weit ist.

Die Zielgruppe dürfte damit jedoch eng gestrickt sein … und Personen dieser Zielgruppe dürfen auf die Wertung gerne noch den einen Punkt dazurechnen.



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