Frost - Experiments In Mass Appeal
5.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2008
Label
Inside Out
Besetzung
Gesang/Gitarre: Declan Burke
Gitarre: John Mitchell
Bass: John Jowitt
Keyboard: Jem Godfrey
Schlagzeug: Andy Edwards
Gitarre: John Mitchell
Bass: John Jowitt
Keyboard: Jem Godfrey
Schlagzeug: Andy Edwards
Tracklist
1.Experiment In Mass Appeal
2.Welcome To Nowhere
3.Pocket Sun
4.Saline
5.Dear Dead Days
6.Falling Down
7.You/I
8.Toys
9.Wonderland
2.Welcome To Nowhere
3.Pocket Sun
4.Saline
5.Dear Dead Days
6.Falling Down
7.You/I
8.Toys
9.Wonderland
Datum: 28.11.2008 - Autor Claudio
Bei Frost handelt es sich nämlich um eine lupenreine Neo Prog Band aus dem schönen England und nicht um eine Schwarzwurzel Combo aus Skandinavien oder den Wäldern Thüringens.
Glücklicherweise mag ich ja Prog und keinen Black Metal, aber ob ich Frost mag, das weiß ich nicht wirklich. Natürlich sind die Musiker um Keyboarder Jem Godfrey Meister ihres Faches und Songs schreiben können die auch, aber irgendetwas fehlt mir. Vielleicht habe ich nun endlich den Grund gefunden, warum mit Bands wie Frost oder Porcupine Tree einfach nicht so richtig gefallen wollen. Ich bin zu verbohrt diese Musik zu verstehen, ich mag klassischen Prog a lá IQ, deren Rhythmus Sektion auch auf “Experiments In Mass Appeal” mitspielt, und Prog Metal a lá Fates Warning, doch mit Bands die sich in beiden Lagern bedienen kann ich einfach nichts anfangen.
Natürlich sind Songs wie “Near Dead Days” spannend und durch den Einsatz von bratenden Gitarren, schnellen Keyboardsätzen und Stadionrock Melodien auch wirklich kurzweilig, doch die Häufung der Instrumente und Verschachtelung der Songs, machen es nicht leicht der Band zu folgen. Als Hörer muss an die Konzentration immer aufrecht erhalten und kann sich bei der Musik nicht wirklich entspannen, die Anstrengungen führen leider auch schnell zur Ermüdung und zwingen eigentlich dazu, sich um andere Dinge zu kümmern. Menschen die sich auf musikalische Genialität, welche sich jetzt nur auf die Benutzung der Instrumente bezieht, fixiert haben, bekommen von Frost die Vollbedienung. Selten habe ich Musiker gehört, die ihre Instrumente in einer derartigen Perfektion bedienen können und ihr Können auch bereitwillig in jeder Note aufblitzen lassen. Leider schaffen sie es halt nicht, diese Genialität auch im Songwriting an den Tag zu legen, denn für mich wirkt es oft leicht verwirrt und man muss nicht noch einen Tempiwechsel oder Break einstricken um einen guten Song zu schreiben.
Vielleicht bin ich auch zu kritisch, aber gerade im Prog Rock Bereich, zu dem Frost definitiv zählen, gab es in den letzten Monaten zu viele Bands, die bewiesen haben, dass man gute Songs mit weniger Aufwand präsentieren kann und sich so auch mehr beim Hörer festsetzt.
Aufgrund der Mühe und der Verbissenheit der Musiker, kann man sich nicht einfach auf dem Nichtgefallen festbeißen, denn das Arbeit und Herzblut in “Experiments In Mass Appeal” stecken, merkt man auch in jeder Sekunde des Albums. Viele Menschen werden wahrscheinlich aufgrund meiner Meinung den Kopf schütteln, aber mir ist einfach von allem ein bisschen zu viel auf der Platte. Wenn mehr Songs wie “Dear Dead Days” oder “Toys” auf dem Album wären, dann wäre Frost sicher auf meiner Liste der Lieblingsbands gelandet, aber leider ist dies nicht de Fall und so kann ich nur sagen, dass ich die Anstrengung der Band loben muss. Nur wie heißt es schon bei manchen Zeugnissen : Man war stets gewillt die Anforderungen zu erfüllen ! Dies bedeutet leider, dass man es zwar versucht aber nicht geschafft hat.
Technisch beschlagen, musikalisch in der höchsten Klasse, aber ohne Songs die sich für längere Zeit in den Kopf brennen. Neo Prog Fans müssen unbedingt reinhören und vielleicht finden sie in “Experiments In Mass Appeal” das, was sie schon lange gesucht hab. Ich finde leider nicht viel, aber aufgrund der wenigen Dinge die ich finden kann, gebe ich
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