Happy the Man - The Muse awakens

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2004

Label
Inside out/SPV

Besetzung
Gitarre/Gesang: Stanley Whitaker
Bass: Rick Kennell
Saxophon/Keyboard/Holzblasinstrumente: Frank Wyatt
Schlagzeug: Joe Bergamini


Tracklist
01. Contemporary Insanity
02. The Music Awakens
03. Stepping Through Time
04. Kindred Spirits
05. Lunch at the Psychedelicatessen
06. Slipstream
07. Barking Spiders
08. Adrift
09. Shadowlites
10. Maui Sunset
11. II Quinto Mare

Datum: 22.10.2004 - Autor Odette
Ohje, hier werde ich wohl ein bisschen improvisieren müssen. Hier haben wir mal wieder ein Instrumentalwerk von Happy The Man „The Muse Awakens“, aber von aufwachen kann hier wohl nicht die Rede sein. Mit ihrer trickreichen Musik gehörten Happy The Man Ende der Siebziger zu den eigenständigsten Progrockbands. Nur kann man das mit den heutigen Bands wie Dream Theater zum Beispiel nicht vergleichen, es sind zwar einige Gemeinsamkeiten der Spielweise wie man es auch bei Dream Theater gewohnt ist rauszuhören, jedoch um die Hälfte langsamer zu sehen. HTM-Hauptinitiator, Gitarrist und Gründungsmitglied Stan Whitaker wurde auf einem Progrock Festival in Mexico von zwei Festivalpromotern von Nearfest angesprochen, die HTM versprachen die Events von Ihnen zu headlinen, sofern Stan die Band mit ein oder zwei weiteren Ursprungsmitgliedern neu auf die Beine stellen würde. Er fragte die ehemaligen Mitstreiter Frank Wyatt, Rick Kennell, die von der Idee begeistert waren. Der einstige Keyboarder Kit Watkins hatte zwar Interesse aber wollte nicht mehr live spielen, also suchten und fanden sie in David Rosenthal ein neues Mitglied. Jetzt fehlte nur noch ein Schlagzeuger, den sie in Joe Bergamini fanden. „The Muse Awakens“ als Albumtitel ist die pure Untertreibung. Wer die früheren Alben „Happy The Man“ (1977) und „Crafty Hands“ (1978) kennt, der weiss, dass kaum eine andere Formation in diesem Genre so einfallsreich zu Werke ging und daran hat sich mit dem neuen Album nichts geändert. HTM spielen tollkühn auf wie YES, so melodisch und harmonisch wie CAMEL, und mit zurückgezogenen, besinnlichen Stimmungen wie das PENGUIN CAFÉ ORCHESTRA ohne dabei jemals klassisch zu wirken. Zudem würzt die Band ihre sorgsam arrangierten Instrumentals mit einer Prise Jazz, wie man es von CANERBURY ACTS wie HENRY COW oder SOFT MACHINE kennt. Mit all den Namen kann ich nichts anfangen ist auch absolut nicht meine Kragenweite. Nun zu den Songs.....wie schon erwähnt sind starke Ähnlichkeiten bei „Contemporary Insanity“, „The Muse Awakens“ oder sogar „II Quinto Mare“ zu Dream Theaters „Awaken“ feststellbar. Die ganzen Kombinationen von Klarinette, gezupften Gitarren und luftigen Tastenakkorden wie bei „Kindred Spirits“, „Lunch at the Psychedelicatessen“, „Adrift“, „Shadowlites“ und „Maui Sunset“ sind mir alles zu ruhige Töne. Während „Stepping Through Time“ und „Slipstream“ mit bedächtigen Piano-Akkorden und verträumter Querflötenmelodie eine der noch mehr ruhigeren Passagen des Albums bilden. Das ganze Album ist sicher für Freunde dieser ganzen Musikinstrumente ein Highlight, jedoch von der progressiven, melodischen Rockseite eher total fehl am Platz!

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