Irdorath - Dekonstrukteur des Fleisches
6.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2012
Label
Massacre
Besetzung
Gesang Rene
Gitarre Markus
Gitarre Esche
Bass Mario
Schlagzeug Thomas
Gitarre Markus
Gitarre Esche
Bass Mario
Schlagzeug Thomas
Tracklist
01 - Dekonstrukteur des Fleisches
02 - Freitodzwang
03 - Blindheit
04 - Unter flammenden Laternen
05 - Stummheit
06 - Fleischgeword´ner Antigott
07 - Bald ersäuft die Menschenbrut
08 - Das stolze Tier
09 - Spiegelscherben
10 – Taubheit
02 - Freitodzwang
03 - Blindheit
04 - Unter flammenden Laternen
05 - Stummheit
06 - Fleischgeword´ner Antigott
07 - Bald ersäuft die Menschenbrut
08 - Das stolze Tier
09 - Spiegelscherben
10 – Taubheit
Datum: 18.01.2012 - Autor
Die Österreicher Irdorath sind wieder einmal eine Band, an der sich Kritiker und Musikliebhaber gleichermaßen in die Wolle kriegen werden. Ihr Album „Dekonstrukteur des Fleisches“ erblickte bereits im letzten Jahr das Licht der Welt oder immerhin das Neonlicht der Elektronikmärkte, falls es den Weg dorthin als Eigenproduktion überhaupt geschafft hat. Auf jeden Fall aber haben es die Fünf in die CD Player der Massacre Zentrale geschafft, denn dort nahm man sich ihrer an und fortan gibt es das Album mit neuem Artwork und allem Pipapo.
Svartmetal sei das, und wem das nun so gar nichts sagt, der muss sich damit behelfen, dass Irdorath irgendwo die Bandbreite Trashmetal / Blackmetal / Deathmetal abdecken. Irgendwo in den Hoheitsgebieten dieser Stilrichtrungen hin und her jagen und dabei durchaus ansehnliches Potential zeigen. Ein Blick auf die Tracklist macht deutlich, mit welcher Sprache wir es hier zu tun haben. Ähnlich wie die Helmut und seine Belphegor, manchmal zumindest, versuchen es auch diese Österreicher mit der Muttersprache, allerdings erschließen sich mir so manch lyrische Fragmente nicht wirklich. Da geht es vornehmlich um Suizidgedanken, scheinbar ein beliebtes Themengebiet derzeit. Tod und Teufel, bitterböse Theatralik, alles dabei. Der derbe Kreischgesang des Herren Rene tut sein Übriges, um die finsteren Texte zu untermalen. Auch dies kein wirkliches Neuland und nicht aus der Masse ähnlicher Protagonisten heraus zu filtern.
Was es also zu loben gilt, ist dann doch eher die Musik. Respektabler bis guter Sound, der sich qualitativ weit über dem befindet, was ich eigentlich erwartet habe. Das bringt dann doch die relativ gut inszenierten Nummern in ein klangtechnisch brauchbares Gewand. Eine repräsentative Auswahl der besten Songs sei hier genannt. Der Opener „Dekonstrukteur des Fleisches“, „Blindheit“ sowie vor allem „Fleischgeword´ner Antigott“ stehen für das, was Irdorath an musikalischer Identität zu bieten haben. Vielseitiger Death/Black Metal Mix, der manchmal über die eigenen Füße stolpert, im Großen und Ganzen aber ein respektables Qualitätslevel vorweist.
Sollte es der Band gelingen, eben diese Unwegsamkeiten zu beseitigen und noch ein wenig individueller herkommen, dann sollten ihnen, in diesem Subgenre zumindest, diverse Türen offen stehen. Es ist längst nicht alles Gold, was hier glänzt, aber schlechte Platten klingen definitiv anders.
Autor Fränky
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