National Suicide - The Old Family is still alive
6.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2009
Label
My Graveyard Production
Besetzung
Gesang: Mini
Gitarre: Tiz
Gitarre: Bob
Bass: Ivan
Schlagzeug: Ema
Gitarre: Tiz
Gitarre: Bob
Bass: Ivan
Schlagzeug: Ema
Tracklist
1. National Suicide
2. Nu Posers don`t scare anymore
3. The Old family is still alive
4. Let me see your pogo
5. Wanted
6. Into the Clubhouse
7. Suck`n Artillery
8. Please Welcome…My Friends!
9. This is a Raid
2. Nu Posers don`t scare anymore
3. The Old family is still alive
4. Let me see your pogo
5. Wanted
6. Into the Clubhouse
7. Suck`n Artillery
8. Please Welcome…My Friends!
9. This is a Raid
Datum: 02.09.2010 - Autor Jörg
National Suicide sind dann aus Italien und haben sich auch ein paar der großen Bands als ganz enge Vorbilder genommen. Hier halten dann auch mal nicht die Teutonischen Bands wie üblich her, sondern National Suicide orientieren sich erfreulicherweise an Overkill und Exodus (vor allem die Zetro-Phase). Vor allem den typischen Klapperbass versuchen National Suicide zu imitieren und das gelingt auch gar nicht mal so schlecht. Dazu klingt Frontmann Mini als wenn er ein Bastardkind aus einer wilden Nacht zwischen Zetro und Bobby „Blitz“ Elsworth wäre. Erfreulicherweise klingen die 10 Songs auf diesem Album mal nicht wie Klo und sind recht gut produziert und man rumpelt auch nicht gekonnt in die nächste Sackgasse.
Dennoch, National Suicide sind True und Old-School. Volles Rohr 80ger, nichts was links und rechts am Wegesrand steht wird geduldet. Songtitel wie „Nu Posers don`t scare anymore“, „This is a Raid“ und „Let me see your pogo“ sprechen textlich eine deutlich Sprache und hier werden sicherliche keine Beatdowns, Pigsqueals oder Walls Of Death, das bangende Völkchen stören. Solche „Spielereien“ werden nicht geduldet und auch Cover-Technisch gibt man sich Old-School As Fuck. Keine Ahnung ob die Zeichnung bewusst so schäbig gehalten wurde oder es einfach am „Talent“ des Zeichners lag. Immerhin mal kein Repka-Bildchen.
Sehr schön finde ich Songs wie „Wanted“ die ohne Problem aus der Overkill-Zeit Mitte/Ende der 80ger stammen könnten und genau diese Atmosphäre verströmen, welche die New Yorker damals so ausmachte.
Wer sich mal ein eigenes Urteil über die trueness dieser Truppe machen möchte der gehe mal auf www.myspace.com/nationalsuicidethrash und höre und staune.
Ich muss dazu jetzt aber sage, das mir das extreme Nu/Modern-Gebashe der Band und auch dieser Szene schon ein wenig auf die Nerven geht. Allerdings verstehe ich diese kids auch auf eine Art, denn ich war vor einigen Jahren ja noch sehr engstirnig. National Suicide haben aber bei aller Kritik, das Feeling und auch das Talent echt gute Songs zu machen. Sie kopieren zwar auch, doch auf „The Old Family is still alive“ finde ich genug Stoff zum interessierten zuhören. So lasse ich mir dann Old-School-Thrash auch gerne gefallen.
Ich gehöre halt zu einer Generation, welche den Thrash-Metal in seiner Blüte erleben konnte und so klingen für mich eben die meisten dieser Bands nur wie eine Kopie. Dennoch gibt es immer mal wieder Bands die dann doch überraschen, siehe Warbringer, Evile oder jetzt National Suicide. Auch wenn ich es von den Italienern am wenigsten erwarte habe, das sie mich doch auf eine Art begeistern, denn ein Blick auf das putzige Cover reicht ja irgendwie schon…Alles nicht so ernst nehmen, egal ob Old-School oder Nu-School. Hauptsache es macht Laune und ist Metal. Schade das sie Szenen mal wieder soweit sind, das sie sich die harten Kerne untereinander nur noch schief angucken.
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