Necronomicon - Invictus
9.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2012
Label
Massacre
Besetzung
Gesang, Gitarre Freddy
Gitarre Andi Gern
Bass Andi Nagel
Schlagzeug Klaus Enderlin
Gitarre Andi Gern
Bass Andi Nagel
Schlagzeug Klaus Enderlin
Tracklist
01. Invictus
02. Unleashed
03. Bloody bastards
04. Thoughts running free
05. Unconquered
06. Upon black wings
07. Face to the wall
08. Pandora’s box
09. Before the curtain falls
10. Possessed by evil (2011)
02. Unleashed
03. Bloody bastards
04. Thoughts running free
05. Unconquered
06. Upon black wings
07. Face to the wall
08. Pandora’s box
09. Before the curtain falls
10. Possessed by evil (2011)
Datum: 18.01.2012 - Autor
Sie ist schon eine geraume Weile im Geschäft, die süddeutsche Trash Legende Necronomicon. Seit 1984, dem Orwell´schen Jahr, um genau zu sein. Aus damaliger Zeit ist nur noch Freddy dabei, der dieser Band nach wie vor Leben einhaucht, und zwar was für Welches. Bereits das vor vier Jahren erschienene Werk „Revenge of the beast“ heimste Punktezahlen im oberen Bereich ein und lieferte einen weiteren Grund, Necronomicon zu erhalten.
Was für ein Glück. Denn zu Beginn dieses Jahres, welches bereits jetzt mit einer ganzen Reihe guter Veröffentlichungen glänzen kann, tritt „Invictus“ zu einem gnadenlosen Siegeszug an. Ein Album, das man getrost ins Regal zu den anderen teutonischen Meisterwerken des Trash Metals stellen kann. Ein Ort, der dieser Band bisher verwehrt zu bleiben schien. Bereits der Start mit dem Titeltrack zeigt allen jungen Burschen, wo der Hammer hängt und wie man diese Art von Musik abwechslungsreich, dynamisch und doch prägnant gestalten kann. Dazu kommt Freddys Organ, das bisweilen wie das von Andy Deris im Stimmbruch klingt (oder umgekehrt), dem Ganzen aber die nötige Substanz gibt, die ich bei so manch anderen, vor allem jüngeren Bands so vermisse.
Nicht minder ungebremst knallt „Unleashed“ aus den Boxen. Und als wäre es das einfachste der Welt, schüttelt man bei „Bloody Bastards“ ein weiteres Riffsortiment aus dem Ärmel, das den Headbanger umgehend zur Luftgitarre greifen lässt. Dass die Truppe aus heimatlichen Gefilden kommt, wird spätestens hier klar, Kreator lassen grüßen. Ohne allerdings den Verdacht aufkommen zu lassen, hier sei eine billige Kopie am Werk. Sämtliche Nummern sind zwar vielschichtig konstruiert, zu Beginn eines Jeden weiß man nicht, was einen am Schluss erwartet. Aber dennoch weit davon entfernt, den Hörer vor größere Probleme zu stellen. „Thoughts running free“ könnte ein Überbleibsel aus seligen NWOBHM Zeiten sein, ist es aber nicht. Es folgen solch fulminante Hits wie „Upon black wings“ oder „Face to the wall“. Mal knüppelhart, mal schleppend. Bei „Pandora´s Box“ fällt „Invictus“ in ein kleines Loch, was noch lange nicht heißt, dass hier womöglich Durchschnitt präsentiert wird. Spätestens bei „Before the curtain falls“ ist alles wieder im Lot. Ein sagenhafter Track, der mit akustischem Intro, wohlfeiler Gesangslinie und Violinenbegleitung glänzt, um dann in einen Midtempo Stampfer durch zu starten, der Accept zur Ehre gereicht hätte. Wer hier nicht ehrfürchtig vor den Lautsprechern auf die Knie fällt, darf seine Kutte beim regionalen Heavy Metal Bezirksvorstand abgeben, fertig. Abgerundet wird das Album von einer aktuellen Version von „Possessed by evil“, einem Relikt aus der Gründerzeit von Necronomicon (Als Bonbon, sprich auf der Digipack Ausgabe, gibt es diesen Track noch als Akustik Version hinterher, dazu noch vier Live Aufnahmen aus Russland).
„Invictus“ hat das gewisse Etwas, von dem ich immer noch nicht genau weiß, was es ist. Und zwar von Anfang an mitten hinein, das Album knallt gewaltig. Achim Köhler hat hier ein Tonträger gebastelt, welcher das Zeug zu einem Klassiker hat. Das beste Trash-Metal Album seit der letzten Overkill. So und nicht anders sieht es aus.
Autor Fränky
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