Seven Tears - In Every Frozen Tear
9.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2007
Label
Frontiers Records
Besetzung
Gesang: Zoran Djorem
Gitarre: Jonathan Carlemar
Bass: Fredrik Lager
Keyboards: Kristofer von Wachenfeldt
Schlagzeug: Michael Sjöö
Gitarre: Jonathan Carlemar
Bass: Fredrik Lager
Keyboards: Kristofer von Wachenfeldt
Schlagzeug: Michael Sjöö
Tracklist
1.Twist Of Fate
2.Faded Memory
3.Hollow Ground
4.Reflections
5.All Alone
6.In Every Frozen Tear
7.Sorrows
8.Prayer For The Dying
9.The Story Unfolds
10.Dream Of Insanity
11.Fragments
12.Truth Of Tomorrow
2.Faded Memory
3.Hollow Ground
4.Reflections
5.All Alone
6.In Every Frozen Tear
7.Sorrows
8.Prayer For The Dying
9.The Story Unfolds
10.Dream Of Insanity
11.Fragments
12.Truth Of Tomorrow
Datum: 05.12.2007 - Autor Claudio
Ich weiß ja nicht, aber ich habe das unbestimmte Gefühl, dass es mir bei Seven Tears auch endlich mal wieder so gehen könnte. Zuerst habe ich mich auf eine weitere Melodic Rock, AOR Scheibe gefreut, die man sich gerne mal zum einschlafen anhören kann, aber ich wurde kalt erwischt. Denn nix Melodic Rock oder AOR, sondern melodischer, leicht progressiver Metal strömt mir aus den Boxen entgegen und beinhaltet endlich mal wieder die Inhalte, die ich bei dieser Musik so lange, seit den Anfangstagen von Tad Morose um genau zu sein, vermisst habe. Kein übertriebenes Gefiedel, keine ellenlangen, langweiligen Instrumentalpassagen der Marke „Guck mal was ICH kann“, keine verkopften und auf Anspruch getrimmten Texte, sondern eine Band, bei der man immer wieder merkt, welch instrumentale Fähigkeiten hat und sie trotzdem dem jeweiligen Song unterordnen kann und Texten die sich den melancholischen Songs der Schweden anpassen und sie beinahe zur Perfektion treiben. Das wichtigste an „In Every Frozen Tear“ ist aber, dass am Gesang kein Kastrat steht, der sich ekstatisch ins Nirwana quietscht, sondern ein Sänger der durch seine angenehme Art zu Singen, der Intonation der Silben aus dem Gros der Sänger hervorsticht, namentlich heißt der Herr : Zoran Djorem und glaubt mir, von dem Herren werden wir noch einiges zu hören bekommen, wenn er denn nicht abhebt.
Genug erklärt und beschrieben, nun mal ganz einfach zur Musik. Musikalisch bewegen sich die Herren auf einem Terrain, dass in den letzten Jahren unbeackert blieb. Bands die sich dort mal aufgehalten haben, sind entweder zu hodenlosen Kreischköppen verkommen, belanglose Dudelheinis geworden oder einfach verschwunden. Es handelt sich um die Schnittmenge aus Power/Progressive/Melodic Metal, in der sich mal Bands wie Tad Morose (wo sind die eigentlich hin), Stratovarius (doch dann hat Timo Tolkki den Gesang an den Heuler verschenkt und Instrumentalpathos geschrabbelt) rumgetrieben haben. Den wirklich schönen Melodien, die auf „In Every Frozen Tear“ in jedem Song vorkommen, stellen „Seven Tears“ gelegentliche Progressivschübe zur Seite, die einem Fan der oben genannten Bands Tränen in die Augen treiben könnte. Auch den leicht Fates Warning ähnlichen Songstrukturen, FW zu ihrer „kommerziellen“ Phase, kann man nur mit absoluter Freude huldigen, des weiteren sollten Fans der Pretty Maids, als diese noch nicht im seichten Fahrwasser schipperten, ruhig mal ein Ohr riskieren.
Nun zu dem einzigen Kritikpunkt der Scheibe, es wird einfach unheimlich schwer für Seven Tears diesen Standard zu halten. Musikalisch ist alles nahe der Perfektionen, die Songs sind gut arrangiert und die Produktion von Peter Lundin ist auch angemessen. Also, was soll man denn auf dem nächsten Album verändern um es besser zu machen? Vielleicht ein wenig mehr Fülle in die Songs bringen, denn bei den Gitarrensoli wirkt es manchmal ein wenig leer. Das ist die einzige Sorge die ich habe, wenn ich an das nächste Album der Jungs denke und freue mich nun erstmal über ein unglaubliches Debüt einer Band, die die Möglichkeiten hat, in den Olymp meiner Lieblingsbands aufzusteigen, auch wenn dann der finanzielle Overkill für sie vorprogrammiert wäre. Owei, Sorge Nummer 2. Ich bin nicht mal in der Lage Anspieltipps zu geben, doch ich versuche es mal, hört euch einfach „Hollow Ground“, „All Alone“, „In Every Frozen Tear“ oder Truth Of Tomorrow“ an, diese Songs zeigen die Bandbreite der Schweden und können meine Faszination am ehesten erklären.
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