Shakra - Everest

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
AFM Rec

Besetzung
Gesang: Mark Fox
Gitarre: Thom Blunier
Gitarre: Thomas Muster
Bass: Dominik Pfister
Drums: Roger Tanner

Tracklist
1.Ashes To Ashes
2.Love & Pain
3.Let Me Lie My Life To You
4.The Illusion Of Reality
5.Why
6.The Journey
7.Regressive Evolution
8.Anybody Out There
9.Right Between The Eyes
10.Dirty Money
11.Insanity
12.Hopeless

Datum: 14.04.2009 - Autor Claudio
SO, die Rezension des neuen Shakra Albums möchte ich gerne mal mit einer Danksagung an den Kollegen Frank beginnen. Hätte er mich nicht vor ein paar Jahren mit zu einem Konzert der Schweizer geschleift, dann würde ich wahrscheinlich noch immer nichts von den Qualitäten der Band wissen. Auch wenn es fast unglaublich klingt, ist die Musik von Shakra genau das, was mich irgendwann einmal an der harten Gitarrenmusik fasziniert hat. Starke Gitarren, richtige, eingängige und doch nicht poppige Songs, ein Sänger, den man in allen belangen noch als Frontmann bezeichnen kann und einfach nur ein gutes Gefühl wenn man die Musik der Schweizer hört.

Shakra sind in ihrem Heimatland schon so etwas wie Stars, wovon Charteinstiege etc. definitiv Zeugnis geben, aber in Deutschland nimmt leider nur ein geringer Teil des Publikums, welches die Musik von Shakra eigentlich kennen sollte, Notiz von den Herren. Shakra sind vielleicht eine der letzten, wirklich guten Hard Rock Bands aus Europa, die nicht in der Vergangenheit leben und sich ihre Erfolge noch erarbeiten und nun liegt ihr neues Album “Everest” vor mir.

Wenn man eine Band mag, dann stellt sich bei einem neuen Album immer ein wenig Nervosität ein, denn in den letzten Jahren hat sich leider gezeigt, dass manche Bands mit der Zeit leichte Hirnblähungen entwickeln und Musik machen, die sich keine Sau anhören kann. Also ist Spannung angesagt und glücklicherweise ist diese Sorge bei Shakra unbegründet. Auf “Everest” sind alle Trademarks vorhanden, die man von einer klassischen Hard Rock Band erwarten kann und sollte. Knackige Riffs, die teilweise recht metallisch klingen, treibende Rocksongs und gefühlvolle Balladen. Gekrönt wird dies durch die Stimme von Mark Fox. Mark Fox ist der beste Frontmann, den die Schweiz jemals hervorgebracht hat und wenn jetzt irgendwer Krokus kräht, dann setzt es Schimpfe vom Allerfeinsten. Sein Stimmvolumen reicht von Rau bis Gefühlvoll und sie strahlt auf “Everest” auch endlich die Kraft aus, die sie Live schon immer innehatte. “Everest” ist für die Band im allgemeinen ein großer und vielleicht entscheidender Schritt. Alles auf dem Album wirkt gefestigter, einfach verbessert als auf den Vorgängeralben. Songs wie “Why” wirken druckvoll und obwohl es eine Ballade ist, inzwischen auch gerne als Powerballade bezeichnet, wirkt es nie überzeichnet oder affektiert. Ach die härteren Songs klingen nicht nach einer Band die noch ihren Weg sucht, sondern endlich nach einer Band die ihren Platz gefunden hat. Auf den Vorgänger Alben war das nicht immer der Fall, doch nun ist es endlich soweit. Shakra schicken sich an, dass man endlich wieder alleine durch die Musik überzeugen kann und sich nicht mit Omas Liebestötern behängen oder den Schminktisch seiner Freundin plündern muss um Hard Rock zu spielen.

Shakra sind eine ehrliche, hart arbeitende Hardrock Band, die mehr Wert auf Können legt als auf die Optik, was sich mal einige Möchte Gern Hardrocker auf die Fahnen schreiben sollten, ihre Erfahrung auf der Bühne kommt ihnen natürlich zu Hilfe, aber nur wer Live überzeugen kann, der kann auch vernünftige Platten auf den Markt bringen. “Everest” ist das bisher stärkste Album der Schweizer und egal ob harte Rocker oder gefühlvolle Songs, die Jungs haben es einfach drauf. Ich bin glücklich zu wissen, dass es noch Bands wie Shakra gibt und das diese Bands mir zeigen, dass es mit der Musik die wir alle so lieben doch noch weiter geht. Keine Oberflächlichkeit, sondern Musik die unter die Haut geht und einfach nur Spaß macht. Macht einfach weiter so und in ein paar Jahren werden nicht nur die Eidgenossen erkannt haben, was in dem kleinen Alpenstaat für eine musikalische Großmacht herangewachsen ist.

Hmm, Anspieltipps sollte ich vielleicht auch noch mit auf den Weg geben. Also da nehme ich doch einfach mal “Why”, “Right Between The Eyes” (ein klassischer Rocksong, der zeigt wie diese Musik zu klingen hat, ganz starke Melodieführung) und “Hopeless” (einfach nur eine wunderschöne Ballade, welche an sich alleine von der Stimme un dem Piano getragen wird). Das dürfte reichen um zu erkennen, was ich die ganze Zeit gemeint habe.



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