Spiritual Beggars - Return To Zero
8.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
InsideOut Records
Besetzung
Gesang: Apollo Papathanasio
Gitarre: Michael Amott
Bass: Sharlee D’Angelo
Keyboards: Per Wiberg
Schlagzeug: Ludwig Witt
Gitarre: Michael Amott
Bass: Sharlee D’Angelo
Keyboards: Per Wiberg
Schlagzeug: Ludwig Witt
Tracklist
1. Return To Zero [Intro]
2. Lost In Yesterday
3. Star Born
4. The Chaos Of Rebirth
5. We Are Free
6. Spirit Of The Wind
7. Coming Home
8. Concrete Horizon
9. A New Dawn Rising
10. Believe In Me
11. Dead Weight
12. The Road Less Travelled
2. Lost In Yesterday
3. Star Born
4. The Chaos Of Rebirth
5. We Are Free
6. Spirit Of The Wind
7. Coming Home
8. Concrete Horizon
9. A New Dawn Rising
10. Believe In Me
11. Dead Weight
12. The Road Less Travelled
Datum: 01.09.2010 - Autor Claudio
Als erstes muss ich einmal ein Wort über den neuen Sänger der Band sprechen. Es handelt sich um Apollo Papathanasio, seines Zeichens auch Sänger bei den, durch das Engagement von Gus G. Bei Opa Ozzy ausgebremsten, Euro Metallern Firewind. Bisher bin ich bei den Klängen von Firewind immer direkt in ein Wachkoma gefallen, aber seit “Return To Zero” weiß ich, dass es nicht an Apollo gelegen haben dürfte. Denn seine Stimme passt sehr gut zum tief in den Siebzigern verwurzelten Hardrock der Schweden. Er beweist nicht nur bei der abschließenden Ballade “The Road Less Travelled”, die mir zwar ein wenig zu Easy Listening, wahrscheinlich durch das bestimmende Klavier und die synthetischen Streicher, ist, dass er viel Gefühl in seiner Stimme hat. Jedenfalls mehr als bei Firewind gefordert oder benötigt.
Eine der absoluten Besonderheiten von “Return To Zero” ist, dass es die Band bei manchen Songs, wie zum Beispiel “Spirit Of The Wind”, das Gefühl der klassischen Hard Rock Alben, wie z.B. von Rainbow, zu rekreieren und dadurch eine unverhoffte, unerwartete und vielleicht auch schon längst vergessene Nuance in ihre Musik zu bringen. Man hat plötzlich das Gefühl etwas zu hören, was wirklich von Dauer sein könnte und auch wenn sich Rock/Metal Fans eh von normalen Musikkonsumenten unterscheiden, allein der Gedanke, dass man sich dieses Album auch in 20 Jahren ohne Qualitätsverlust anhören kann ist eine wahre Freude. “Return To Zero” ist im eigentlichen Sinne vielleicht “nur” eine Weiterentwicklung des Stils welchen die Spiritual Beggars schon auf “Demons” eingeschlagen haben, aber die Konsequenz der Schweden ist schon beeindruckend. Die doomigen und auch härteren Elemente sind beinahe komplett aus ihrer Musik verschwunden und Hardrock, im klassischsten aller klassischen Sinne, steht nun absolut im Vordergrund. Die Verneigung vor den siebziger Jahren geht soweit, dass selbst die Produktion die Wärme der damaligen Alben besitzt.
Wem Grand Magus noch immer eine Spur zu hart ist, wer auf Thin Lizzy, Deep Purple, Rainbow und softere Dio Geschichten steht, der muss unbedingt in “Return To Zero” reinhören. Vielleicht werden einige aufgrund der fehlenden Grundhärte auch enttäuscht sein, aber für mich ist dieses Album im Hardrock Bereich wirklich eine Bank. Michael Amott hat mir nun absolut bewiesen, dass er zu den wirklichen Genies an seinem Instrument gehört und Apollo Papathanasio ist wirklich ein Sänger, der es auf dem Kasten hat. Er sollte sich wirklich überlegen nicht fest auf diesen Stil umzusatteln und die drögen Firewind Firewind sein lassen.
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