The Konsortium - The Konsortium
7.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2011
Label
Agonia Records
Besetzung
Gitarre: Teloch
Rest ist nicht in Erfahrung zu bringen
Rest ist nicht in Erfahrung zu bringen
Tracklist
1. Gasmask Prince
2. Lik Ulven
3. Under the Black Flag
4. Decomposers
5. Knokkeklang
6. Slagens Barn
7. Onwards! Onwards!
8. Tesla
2. Lik Ulven
3. Under the Black Flag
4. Decomposers
5. Knokkeklang
6. Slagens Barn
7. Onwards! Onwards!
8. Tesla
Datum: 21.06.2011 - Autor
Sie machen ein großes Geheimnis aus ihrer Anwesenheit, die Herren der norwegischen Band The Konsortium, deren selbstbetiteltes Debut nun vorliegt.
Nun gebe ich mir reichlich Mühe und meistens werde ich ja auch für die Sucherei bei Google und Co belohnt, was z.B. Bandinfos angeht. Sofern die Label nicht ohnehin unsereins im Vorwege netterweise damit versorgt haben. Aber hier stieß ich auf Mauern der Desinformationen und gab schließlich auf. Sicher ist nur, das Teloch, seines Zeichens Mayhem Gitarrist, dieser Band vorsteht und damit sinnigerweise die musikalische Ausrichtung ansatzweise vorgibt. Optisch gesehen ist das Image schon ein Hingucker, der Herr gibt sich im grauen Anzug und statt des erwarteten Corpse Painting ziert eine Crimson-Glory-kompatible Maske das Antlitz.
Doch nun zum Wesentlichen, der Musik. Nicht so sehr Mayhem, sondern vielmehr modern gehaltener Black Metal der Kategorie Satyricon, Keep of Kalessin und vor allem Dimmu Borgir (ohne Orchester) stehen Pate für dieses Werk, das in so mancher Hinsicht nicht viele Wünsche offen lässt und sich nahezu lückenlos an die Werke der Genannten anbiedert. Gut produzierter, bis ins Detail durchdachter Schwarzmetall, der Wert auf Konstanten und dennoch Abwechslung legt. Also nichts für die Damen und Herren, die sich die guten, alten Zeiten vor der „Kommerzialisierung“ dieser Musik herbei sehnen. Zwar ist dieses Album nicht durchweg mit klassischen Hymnen gesegnet, dazu fehlt den meisten Nummern doch der Langzeiteffekt. Aber unter dem Strich kann man nicht allzu sehr über das Debüt der Norweger meckern.
Bereits der Anfang „Gasmask prince“ (was für ein Titel!) ist gelungen. Volle Dynamik, wütende Power, am Ende ein grooviger Riff. Das folgende „Lik ulven“, bereits bei myspace unterwegs, zeigt dann die richtig böse Seite und offenbart immer wieder Ähnlichkeiten zu den norwegischen Superhelden, haut mich aber nicht wirklich um. Anders als „Under the black flag“, ein Song, den man schon fast als eingängig bezeichnen könnte, würde nicht ein kurzes Massaker am Ende für Unruhe sorgen. „Onwards! Onwards!“ macht ein wenig in Punk und mit „Tesla“ schafft man sich einen passablen Abgang.
The Konsortium haben es drauf, Songs zu schreiben und zu performen, die im Vergleich zu manch anderen Black Metal Zeug durchaus geniessbar sind. Das schließt die mit cleanen Vocals gespickten Refrains selbstverständlich mit ein. Jederzeit schaffen es die Künstler, Akzente da zu setzen, wo sie hingehören. Dadurch gestaltet sich das Album relativ spannend, ohne das man allerdings das Gefühl bekommt, man kann nicht mehr ohne. Ein kluges und geschickt inszeniertes Werk, dem eigentlich nur eines fehlt. Nicht, das es was ausmacht, wenn man sich zu sehr an Ideale klammert, aber das, was letztenendes fehlt, ist der Funke, der überspringt. Hin und wieder erwischen The Konsortium den richtigen Moment bei mir, aber einiges bleibt noch auf der Strecke. Die sogenannte und viel zitierte Luft nach oben ist da, aber nicht im Überfluss. Die Band sollte das zu nutzen wissen.
Autor: Fränky
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