The Shadow Theory - Behind The Black Veil
9.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
InsideOut Records
Besetzung
Gesang/Flöte: Devon Graves
Gitarre: Arne Schuppner
Bass: Kristoffer Gildenlöw
Keyboard: Demi Scott
Schlagzeug: Johanne James
Gitarre: Arne Schuppner
Bass: Kristoffer Gildenlöw
Keyboard: Demi Scott
Schlagzeug: Johanne James
Tracklist
1. I Open Up My Eyes
2. The Sound of Flies
3. Ghostride
4. Welcome
5. By the Crossroads
6. Selebrate
7. Snakeskin
8. Sleepwalking
9. The Black Cradle
10. A Candle in the Gallery
11. A Symphony of Shadows
2. The Sound of Flies
3. Ghostride
4. Welcome
5. By the Crossroads
6. Selebrate
7. Snakeskin
8. Sleepwalking
9. The Black Cradle
10. A Candle in the Gallery
11. A Symphony of Shadows
Datum: 18.11.2010 - Autor Claudio
Die Geschichte hinter The Shadow Theory ist schon etwas besonderes. Ein extrem kreativer Kopf hat die Vorstellung eine Band zu gründen, die aus den besten Musikern besteht die er jemals erlebt hat. Klingt schon schwierig diese Musiker zu finden, doch wenn man Devon Graves aka Buddy Lackey heißt und in Bands wie den legendären Psychotic Waltz oder Deadsoul Tribe gespielt hat, dann kann man sich vorstellen was da in dem Kopf des Genies vorgegangen ist. Seine Wahl fiel auf den deutschen Gitarristen Arne Schuppner (Complex 7), den schwedischen Bassisten Kristoffer Gildenlöw (ex Pain Of Salvation), den griechischen Keyboarder Demi Scott und den britischen Drummer Johanne James (Threshold). Die Position des Flötisten/Sängers wird natürlich vom in Wien lebenden Amerikaner Devon Graves persönlich besetzt. Welche Musik kann man von einem Sammelsurium musikalischer Überflieger erwarten und was haben die meisten “Supergroups” eigentlich in der Vergangenheit gerissen? Bei einem musikalischen Chamäleon wie Devon sollte man schon einmal gar nichts erwarten und Supergroups waren größtenteils auch immer Super....langweilig.
Ich habe den Vorteil Songs von The Shadow Theory bereits Live, zwar akkustisch, aber immerhin, erlebt zu haben und trotzdem habe ich mich erst sehr spät dazu entschieden eine Rezension zu “Behind The Black Veil” zu verfassen. Liegt vielleicht auch daran, dass zwar Psychotic Waltz zu meinen absoluten Faves zählen, aber Deadsoul Tribes letzte Veröffentlichungen eher lauwarm waren. Und wie klingen The Shadow Theory nun?
Wenn es mal so einfach wäre das zu erklären, aber ich jonglier mir mal einen Oberbegriff aus dem Ärmel: Progressive Metal und das passt wie die Faust aufs Auge. Zwar nicht vordergründig komplex, aber mit der gewissen Art die diese Musik eigentlich ausmachen sollte. Bereits beim ersten Hörtest wird man von den Songs gefangen, von der Story, (man muss sich das Album kaufen, damit man mehr versteht und das sollte schon ein Anreiz sein), die man als Geister Geschichte beschreiben könnte und von Mastermind Graves als Rock Kino bezeichnet wird. Um da genauer drauf einzugehen braucht es einer genauen Prüfung der Lyrics meinerseits und das geht nun einmal nicht so schnell und deswegen sage ich nur, dass etwas großes auf uns zukommt. Die Intensität der vorgetragenen Geschichte erinnert mich mehr als einmal an King Diamond und wirkt auch ähnlich pedantisch entwickelt und ausgearbeitet. Und wie klingt die Platte nun?
Jahaa, dazu komm ich ja noch genauer, aber die ganze Geschichte um Entstehung der Band und textliches Konzept sind so ausufernd interessant, dass die Musik zuerst in den Hintergrund tritt, aber auch nur um dann mit einem Gewaltakt in den Fokus des Konsumenten zu springen. Die Vielschichtigkeit der Musik ist schwer zu greifen und bewegt sich von klassischem Progressive Metal a la Psychotic Waltz, über ausladende, epische Stücke Marke Savatage, bis zu ruhigen, rockigen Passagen die an Queen bzw. Pendragon erinnern, dabei wirken sie immer fokussiert und niemals überladen. Einfach mal “A Symphony Of Shadows”, wenn man sich anmaßen kann einen Song aus dem Kontext zu greifen, anhören und mit dem bombastischen Ende des Albums kann man sich schon einen Einblick auf die Dinge machen, die bei den vorherigen Songs auf den Hörer warten.
Herausragende Musikanten stehen nicht immer für herausragende Musik, denn oftmals ist die Gruppierung nur ein Projekt um die Egos der teilnehmenden Musiker zu streicheln, doch bei Shadow Gallery ist das alles anders und es wurde gleich unter dem Banner einer richtigen Band gestartet. Alle Musiker ziehen an einem Strang und Meister Graves hat sich selbst eine ziemlich hohe Bürde für die gerade wiedervereinten Psychotic Waltz geschaffen. “Behind The Black Veil” ist ein Album, dass sowohl “normale” Metalheads, klassische Rocker und die Progger ansprechen dürfte. Jedes Musikinstrument wird mit Können, Gefühl und Konsequenz bedient, nie lässt sich einer der Musiker in wilden Soli aus. Ich bin mehr als gespannt The Shadow Theory auf der Bühne zu sehen, doch ist es schwer vorstellbar, dass aus dem Kontext des Albums Songs herausgepickt werden können....”Behind The Black Veil” muss von Vorne bis Hinten durchgespielt werden, in der dramaturgisch vorgegebenen Reihenfolge und wenn dies dann so gelingt wie auf dem Album platzt mir die Hose. Fans von King Diamond, Savatage und Psychotic Waltz sollten das Album schon auf dem EInkaufzettel haben und wer sich das Meisterwerk runterlädt...ist selber schuld, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass er auch nur irgendwas verstanden hat.
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